Von allen heute eingesetzten Verkehrsflugzeugen besitzen nur einige wenige Muster (z. B. B747, A340, B777) die notwendigen technischen Systeme, um in der Luft Treibstoff ablassen zu können (englisch: „Fuel Dumping“). Für die nationalen Flugsicherungen gelten die Regeln der „International Civil Aviation Organisation (ICAO), wonach „Treibstoffschnellablässe“ möglichst abseits von großen Städten und in Lufträumen mit geringer Verkehrsdichte erfolgen sollen. Passagiere und Anwohner von Flughäfen sagen oft, „man habe sehen können, dass das Flugzeug im Landeanflug Treibstoff abgelassen habe“. Das ist nicht richtig. Die optisch erkennbaren „Fahnen“ an den Randbögen der Tragflächen sind schlichtes Wasser. Die Ursache ist Kondensation. Sie entsteht durch den Ausgleich zwischen Überdruck an der Unterseite der Tragfläche und Unterdruck auf der Oberseite. Wie bei anderen meteorologischen und physikalischen Ereignissen stellt sich entsprechend den Gesetz vom Gleichgewicht der Kräfte an den Tragflächenenden ein Druckausgleich ein. Dadurch kommt es zu einem Temperaturabfall und die „Relative Feuchte“ erreicht gelegentlich 100 Prozent. Die Folge ist Kondensation, die oben erwähnte Wasserfahne entsteht.