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DFS

Kategorie: Fluglotse

Das erste Mal im Simulator – von Vorfreude und Nervosität2

YOUNG schulung-5812_hr_ret-sHeute wollen wir euch erzählen, wie es war, dass erste Mal im Simulator zu sein und so zu tun, als wäre man schon ein richtiger Lotse. Der Simulator ist der praktische Teil der Ausbildung, auf den man von Anfang an hinfiebert. Aber bis man dort endlich anfangen darf, dauert es noch ein Weilchen, da natürlich erst mal die theoretischen Grundlagen geschaffen werden müssen. Nach einigen Wochen Unterricht in Fächern wie Navigation oder Law und der ersten großen Theorieprüfung (Basic 1) war es dann auch soweit. Endlich ging es los mit dem Fach Air Traffic Management (ATM), welches sich speziell mit den Aufgaben des Lotsen beschäftigt und in dem wir uns auf die Runs im Simulator vorbereiten. Hierbei lernen wir die verschiedenen Prozedere und Phrasen die wir im Simulator (und auch später) benötigen und anwenden sollen. Der Tag rückte immer näher und mit der Aufregung darüber kam auch die Nervosität, wie es wohl sein würde, was genau passieren würde und ob alles klappt. Weiterlesen

Teamausflug in den Odenwald1

2015-09-30 08.18.59Vor wenigen Tagen haben wir Auszubildenden und Studierenden uns auf unseren jährlichen gemeinsamen Ausflug begeben. Das von Jugend- und Auszubildendenvertretung und Betriebsrat organisierte Programm begann zunächst mit einer Fahrt auf der Solardraisine durch den Odenwald, setze sich über ein gemütliches Frühstück fort und endete bei Currywurst, kühlen Getränken und einem Kennenlernen der neuen Auszubildenden und Studenten. Weiterlesen

Herausforderungen im Rating B der Lotsenausbildung3

Schon wieder ist eine ganze Weite vergangen, als ich euch das letzte Mal im Azubiblog von meiner Ausbildung zum Fluglotsen berichtete. Damals stand ich kurz vor dem Rating A, jetzt bin ich schon wieder ein ganzes Stück weiter.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIm fast viermonatigen Rating A (die zweite Phase der ersten fünfzehn Monate) ging es hauptsächlich darum, am Simulator den Luftraum und die Flugrouten kennen zu lernen sowie bereits erste komplexere Verkehrsprobleme zu lösen. Hintergrund ist, dass die Azubis nicht ohne Vorbereitung ins Rating B gehen, in welchem sich die Verkehrsdichtete nach und nach steigert. So hat man von einigen Verkehrssituationen schon gehört und eine bessere Vorstellung, wie diese gelöst werden können. Außerdem ist der Flugsimulator Bestandteil der Fluglotsenausbildung. Hier sollen wir Eindrücke erhalten, mit welchen Aufgaben sich Piloten während des Fluges beschäftigen, um besser nachvollziehen zu können, mit welcher Arbeitsbelastung wir auf der anderen Seite der Sprechfunkverbindung zu rechnen haben. Im Rating A gab es neben den drei Theorietests auch das Sprechfunkzeugnis bei der Bundesnetzagentur abzulegen. Dieses berechtigt uns nun, am Flugfunk in deutscher und englischer Sprache teilzunehmen. Im Anschluss daran gönnte man uns drei Wochen Urlaub. Momentan befinde ich mich im Rating B.

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14 Tage Faszination – Flugsicherung hautnah0

Hey, mein Name ist Jessica. Ich bin 17 Jahre alt, komme aus Aachen und mache nächstes Jahr mein Abitur. Was ich so alles bei meinem Praktikum bei der DFS erlebt habe, könnt ihr hier mitlesen. Was den Einstieg trotz intensiver Vorabrecherchen meinerseits nicht gerade erleichterte: Bei der DFS wird grundsätzlich alles abgekürzt. Auch was schon abgekürzt ist, wird nochmal abgekürzt. In der Regel auf drei Buchstaben. Jede Abkürzung hat in jedem Bereich dann nochmal fünf verschiedene Bedeutungen. Also rate ich allen, die nicht so auf Abkürzungen stehen, diesen Blogeintrag nicht zu lesen 😀 Aber bevor ich hier nur drum herum rede… fang ich lieber mal direkt mitten drin an zu erzählen:

Der Schwerpunkt während meiner ersten Praktikumswoche lag in einem Rundumblick der technischen Bereiche. Und Technik gibt es bei der DFS viel. Das Hauptsystem mit dem die DFS momentan arbeitet heißt P1 ATCAS . Dieses ist in verschiedene Teilsysteme gegliedert. Dazu gehört zum Beispiel der Controller Working Place (CWP), die Kopplung von Radar- und Flugplandaten und Flugplandatenverarbeitung sowie Test- und Entwicklungsumgebungen. Grob gesagt funktioniert dieses so, dass Radardaten und Flugplandaten zusammen gepackt und anschließend dargestellt werden. Im Betrieb gibt es nichts, was nicht vorher mehrere male getestet wurde. Systeme für die Sicherheit in den Lufträumen von Deutschland werden ständig weiter entwickelt und optimiert. Beim Einsatz darf nichts mehr schief laufen und darum werden Softwaretests von Lotsen, ITlern und Technikern durchgeführt. Dafür benötigt man Test- und Referenzsysteme, mit welchen man im Vorfeld arbeit. Damit auch bei einem Ausfall des Systems gearbeitet werden kann, gibt es umfangreiche Fall-Back-Systeme. Für die Fluglagedarstellung ist das eine DFS-interne Entwicklung, welche den Namen Phoenix trägt. Generell sind alle Komponenten der Systeme und Netzwerke doppelt ausgelegt. Das kann man sich ungefähr so vorstellen, dass es zwei Netzteile, zwei Lüfter, zwei Leitungen, zwei Steckerleisten, … und so weiter gibt. So gibt es auch mehrere Gestellräume, die sich im Technikzentrum der Kontrollzentrale in Langen befinden. Es wird zwischen Betrieb (Lotsen im Center) und Technik für die Niederlassung in Langen unterschieden. Und genau in diesem technischen Bereich findet man sich im Technikzentrum wieder. Im Service Level 1 befinden sich die bereits angesprochenen Gestellräume der DFS. Dort stehen sozusagen große Computer, auf welche das System aufgespielt ist. Alles redundant, damit eine Ausfallsicherheit gewährleistet werden kann. Des Weiteren gibt es ein Testraum. Dieser sieht grundlegend aus wie Lotsenarbeitsplätze, um neue Systeme oder Softwareänderungen ausgiebig zu testen.

Technik bei der Flugsicherung  Technik bei der Flugsicherung Weiterlesen

Lotsenausbildung: Prüfungswoche – Eine emotionale Rückschau2

Ausbildung Akademie

Sonntag, 15. Dezember 2013

 

Das Ende naht. Anderthalb Jahre – schon vorbei. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Aber nur, wenn diese Prüfungswoche gut verläuft. Wird schon schief gehen, ich habe ja den perfekten Ablaufplan: Montag gleich als erstes Donau Low Planner, Dienstag Approach, Mittwoch Würzburg Executive. Donnerstag frei. Teampartner bekommen, mit denen ich immer super arbeiten konnte. Kann doch eigentlich nichts schief gehen. Schlafen will mein Körper mich aber nicht lassen. Die Gedanken kreisen um Flugsicherung, Umzug, Leben in München.

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Zum Lotsen Schritt für Schritt10

Da ich nun langsam in das letzte Drittel meiner Ausbildung an der Akademie komme, dachte ich, wäre es mal wieder Zeit, für einen Artikel im Blog. Ihr kennt ja den Artikel von Marco, in dem er beschreibt, wie der Arbeitsplatz eines Centerlotsen im Center aussieht. Da lag für mich nahe, dass ich euch zeige, wie die Arbeitsplätze aussehen, an denen wir ausgebildet werden. Das Herzstück der Akademie – die Simulatoren.

Nochmal kurz zur Erinnerung. Unsere Ausbildung teilt sich in 3 Abschnitte auf. Den BASIC- Course, das Rating A und Rating B. Von Stufe zu Stufe steigert sich der praktische Teil am Simulator. War es im BASIC sehr selten, dass wir Simulation hatten, wurde es im Rating A schon mehr und spezifischer.

Im Rating B haben wir dann Früh- und Spätschicht ausschließlich im Simulator.

Bevor ich jetzt auf die Simulatoren eingehe, habe ich noch ein Bild für Euch:

SIM Flugsicherung

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Lotsenausbildung im „Zeitraffer“0

Es ist wirklich so, die Zeit hier in Langen während der Lotsenausbildung rast einfach wahnsinnig durch die vielen Ereignisse.

Seit 25 Jahren besteht nun die Akademie und dient der Aus- und Weiterbildung von Fluglotsen sowie der Ausbildung von Personal des DWD und auch Fortbildungen von Lotsen aus andern Ländern. Wenn man hier ankommt, fällt einem auch direkt der internationale Charakter auf. Es wird viel Englisch gesprochen und in letzter Zeit ist man immer mal kroatischen Lotsen über den Weg gelaufen, die hier eine Weiterbildung machen.

Ich gehöre also zum Kurs FVK 231. Weiterlesen

Wenn alles anders kommt als geplant: Was mach ich nur nach meinem Abitur?5

Flughafen FrankfurtIch habe euch ja schon in meiner Kurzvorstellung angedeutet, dass die DFS nicht meine erste Station im Leben ist. Schließlich gehöre ich hier unter den Azubis zu den Ältesten, und ich habe seit dem Abitur im Sommermärchen 2006 nicht nur zu Hause gesessen. Mein kurzer Lebenslauf ist einer mit vielen Kanten und Ecken darin. Oft genug habe ich in den Medien gelesen und gesehen, dass Leute wie ich eigentlich nirgendwo eine Chance haben dürften, einen tollen Job zu bekommen. Glatt muss der Lebenslauf sein, möglichst soll man nach dem Abitur direkt studieren, dabei schneller fertig sein als alle anderen, mit besseren Noten, mehr Auslandsaufenthalten und noch mehr Praktika zwischendurch. Eine Eierlegendewollmichsau. Weiterlesen

Raus aus dem Alltagstrott – Schichtdienst bei der DFS3

Lotsen arbeiten im SchichtdienstArbeitszeiten sind immer so eine Sache. Berufsverkehr, Einkaufen, wenn alle anderen dieselbe Ideen haben, Ringen um Termine beim Frisör, Weiterarbeiten von Zuhause aus – all das kennen Fluglotsen nicht.
Viele Leute denken Schlechtes vom Schichtdienst. Ich möchte hier ein bisschen erläutern, wie das Schichtdienstmodell für Mitarbeiter des operativen Dienstes bei der DFS aussieht. Dabei ist zu beachten, dass dies natürlich von EBG (=Einsatzberechtigungsgruppe, quasi die ‚Abteilungen‘ bei der DFS/die Sektoren) zu EBG unterschiedlich ist und ich hier hauptsächlich von meiner eigenen sprechen kann: An- und Abflug für den Flughafen Rhein-Main. Ich weise darauf hin, dass folgendes „in der Regel“ so stattfindet, es aber auch viele Ausnahmen gibt, man sehe es mir nach, wenn ich das nicht alles im Detail genau beschreiben kann und werde. Weiterlesen

Wie ich irrtümlich fast Fluglotse geworden wäre1

Bewerbung zum FluglotsenEs gibt Entscheidungen im Leben, die man so lange trifft, bis sie einem abgenommen werden. Die Bewerbung bei der DFS für eine Ausbildung zum Fluglotsen gehört auch mit dazu. Wer erst mal nach Hamburg eingeladen wird spürt diese Goldgräberstimmung um sich, wenn das Auswahlverfahren beginnt, bis sich die Ersten bereits in der Mittagspause mit wehenden Fahnen untergehen sehen. Und wir sehen die fahlen Gesichter und denken, dass es doch gar nicht so schlimm ist. So geht es weiter, bis am zweiten Tag die Folie aufgelegt wird, auf der zehn oder zwölf Namen von den 40 TestkandidatInnen stehen. Unter Anderem auch meiner. Ich darf zur Hauptuntersuchung wiederkommen. Weiterlesen