Irgendwann im Dezember bekamen wir die Nachricht: Der FVK-281 sollte unser Kurs werden und mit dem Vertrag war klar, dass wir Towerlotsen werden. Die anderen Kursteilnehmer waren allesamt nur Namen auf einem Papier. Mit dem Los des Towerlotsen waren/sind wir äußerst zufrieden, wir hatten vorher keine große Präferenz und freuen uns daher, dass wir bei der Arbeit nun so einen guten Ausblick genießen dürfen. Zusammen mit 10 anderen angehenden Lotsen und 4 FDBs (Flugdatenbearbeiter) haben wir den ersten Teil der Ausbildung, die sogenannte „Basicphase“ nun erfolgreich absolviert.  Blicken wir auf diese einmal zurück…

Alles fing mit 2 Wochen Englischunterricht an. Dort lernten wir luftfahrtspezifische Ausdrücke, von denen wir nur ein paar wenige vorher je schon einmal gehört hatten. Wir wissen bis heute nicht wie ein Großteil dieser Dinge auf Deutsch genannt werden. 🙂 Diese Phase bildete die Grundlage für unsere weitere Ausbildung, da die meisten Fächer auf Englisch unterrichtet wurden. 

Nach Englisch ging es richtig los. Unsere Fächer für die nächsten 5 Monate (so lange dauert ungefähr die Basic Phase) waren zum Beispiel Meteorologie, ATLA (Air Traffic Management and Law), Aircraft und Navigation, aber auch andere Fächer wie National Legislation, Equipment, HUM (Human Factors) und FDO (Flight Data Operations) wurden unterrichtet.

ATLA nahm hierbei eindeutig den größten Teil ein. Es ging vor allem um die rechtlichen Grundlagen der Luftverkehrskontrolle, allgemeine Regeln der Luftfahrt, aber auch um die Aufgabe Luftverkehrskontrolldienste anzubieten. Ein sehr wichtiges Fach, welches in den Tests regelmäßig wieder abgefragt wurde. Tests gab es insgesamt 3, welche man mit mindestens 75% Prozent bestehen musste (wenn nicht im ersten Versuch, so doch auf jeden Fall im Zweitversuch).

In diesen Monaten verbrachten wir viele Stunden Zuhause „self-studying“. 

Zum Glück gab es zwischendrin auch schon 2 praktische Phasen im Simulator, welche uns super auf die Zeit nach dem Basic einstimmten. Zuerst begannen wir im Tower Simulator damit, Flieger starten und landen zu lassen. Die zweite Phase war die Radar Simulation, hierbei ging es vor allem um „Separation Basics“. Die Simulator Stunden waren bei uns immer sehr beliebt, man konnte sein Gelerntes endlich anwenden, wurde gefordert und es machte auch einfach nur Spaß!

Die 5 Monate endeten so wie sie begannen: Englischunterricht. Diesmal wurden wir nach knapp zwei Wochen in ein ICAO Level eingestuft, welches später bestimmt, in welchen Abständen wir unsere Englischkenntnisse wieder unter Beweis stellen müssen.  

Nun sitzen wir hier heute Anfang Oktober und denken an diese Tage zurück. Wie aufregend und neu alles war. Mittlerweile sind wir im ADI Teil der Ausbildung und sehr gespannt, wie es weitergeht….