Als ich meinen letzten Artikel verfasst habe, stand ich unmittelbar vor der Abschlussprüfung und habe ein wenig von meinen Erfahrungen in der Prüfungsvorbereitung berichtet. Seit dem erfolgreichen Bestehen der Abschlussprüfung sind nun einige Monate vergangen und ich stehe sozusagen „voll im Berufsleben“.

Da ich in der Abteilung übernommen wurde, in welcher ich während meiner Ausbildung auch zuletzt eingesetzt wurde dachte ich, dass es keine große Umstellung werden würde Vollzeit zu arbeiten. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass ich intensiver in die Arbeitsprozesse eingebunden wurde und auch längerfristige (Projekt-)Aufgaben übernehmen konnte.

Einen typischen Arbeitsalltag gibt es bei mir vielfach nicht, da meine Abteilung sehr eng mit dem Tagesgeschäft verknüpft ist und somit die Aufgaben vielfach unvorhergesehen kommen und dann schnellstmöglich bearbeitet werden müssen. Genau hierin liegt jedoch auch der Reiz für mich. Kein Tag ist wie der andere und man lernt flexibel und effizient zu arbeiten.

Natürlich gibt es neben den Aufgaben des Tagesgeschäftes auch alltägliche Büroaufgaben, welche erledigt werden müssen. In meinem Fall unterstütze ich bei uns im Center Langen einen sogenannten COS (Chief of Section) administrativ. Ein COS ist für übergeordnete fachliche Aufgaben des operativen Dienstes verantwortlich. Der mir zugeordnete COS verantwortet unter anderem die operative Personaleinsatzplanung. Konkret bedeutet dies, dass er und seine Mitarbeiter dafür Sorge zu tragen haben, dass die Lotsenarbeitsplätze zu jeder Zeit und unter Einhaltung von gesetzlichen und betrieblichen Regelungen immer mit genügend Mitarbeitern besetzt sind.

Administrative Unterstützung kann dabei auch sehr vielfältig sein. Beispielsweise, wenn man einen großen Workshop mit externen Teilnehmern zu einem internationalen Projekt plant. Hierbei habe ich gelernt, dass es immens wichtig ist rechtzeitig zu planen, Freiräume für eventuelle Probleme offen zu halten und eine enge Kommunikation mit dem Projekt zu pflegen. Natürlich gehören zur administrativen Unterstützung auch Tätigkeiten wie die Terminorganisation des Vorgesetzten, sowie die Beantwortung von Schriftverkehr oder das Abrechnen einer Dienstreise.

„Wie geht es jetzt bei mir weiter?“, das war eine der großen Fragen, welche ich mir wieder zum Ende meiner Ausbildung gestellt habe. Ich hatte bereits zu Beginn der Ausbildung überlegt zu einem späteren Zeitpunkt einen berufsbegleitenden Studiengang zu beginnen, um mich weiterentwickeln zu können. Genau dies habe ich schlussendlich auch getan und studiere seit diesem September berufsbegleitend Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie.

Das was mich davon überzeugt hat meine Freizeit am Wochenende in der Uni zu verbringen, war vor allem die Möglichkeit das gelernte Wissen direkt in der Praxis umzusetzen oder Erfahrungen aus der Praxis dem theoretischen Wissen gegenüberzustellen. Hierfür hat die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement eine tolle Grundlage gebildet. Viele Aspekte der Betriebswirtschaft werden bereits in der Ausbildung angeschnitten. Für mich war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung erst eine Ausbildung abzuschließen und berufliche Erfahrung zu sammeln, um nun mein Wissen aus der Praxis mit theoretischem Wissen aufzubessern und im Berufsalltag einzubringen.

Zudem werde ich von der DFS unterstützt, dass ich mein Studium bewältigen kann. Zum Beispiel dadurch, dass ich in meiner Zeitplanung flexibel sein kann und die DFS auf meine Klausurphasen, wenn möglich, bei der Urlaubsplanung Rücksicht nimmt.

Falls Ihr Fragen habt oder etwas in dem Artikel unklar geblieben ist, schreibt es gerne in die Kommentare 🙂

Viele Grüße
Julian