Archiv-Nr: 08 PD 0237 | Datum 09.05.2008 | Info: DFS-Unternehmenszentrale Langen | Blick von Westen auf das Gebäude. Bedingungen für die kostenlose, honorarfrei Verwendung des Bildmaterials : 1. Alle Rechte an den Aufnahmen liegen unverändert bei der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH. 2. Unsere Fotos dürfen nur unter Angabe der Quelle veröffentlicht werden. 3. Sie erhalten die Aufnahmen zur einmaligen Verwendung / Veröffentlichung. 4. Im Falle einer Veröffentlichung (Druckmedien) bitten wir um die Zusendung von zwei Belegexemplaren. Herzlichen Dank!Ich erinnere mich noch genau an mein erstes Gespräch mit unserem Ausbildungsleiter Thomas Machate. Ich habe mich im Oktober 2014 mit meinen Bewerbungen für duale Studiengänge auseinander gesetzt und ihn damals angerufen, um zu erfahren, an wen ich meine Bewerbung für den Bachelor Elektro-/Informationstechnik adressieren soll (an ihn). Das nächste Mal von ihm gehört habe ich bereits wenige Tage später, als er mich (überraschend schnell) zum Auswahlverfahren einlud.

Bereits zwei Wochen später war ich zum ersten Mal auf dem Gelände der DFS. Wir waren 7 Leute, die sich für verschiedene technische Studiengänge beworben hatten und nun das Assessment Center durchliefen. Ich erinnere mich gerne an diesen Tag zurück. Gerade das Bewerbungsgespräch empfand ich als sehr positiv und ich kam zum ersten Mal wirklich in Kontakt mit der grundlegend freundlichen und entgegenkommenden Atmosphäre in der DFS. Ich hatte nicht das Gefühl, ausgefragt zu werden, sondern mich gut zu unterhalten.

Am Abend kam ich mit einem guten Gefühl und der Ankündigung, bis Januar eine Rückmeldung zu erhalten nach Hause.

Den ersten wirklichen Kontakt mit Thomas‘ Fürsorge für die Studenten und Auszubildenden hatten dann meine Eltern nur zwei Wochen später. Thomas hatte sie angerufen, um mit ihnen zu besprechen, ob die DFS mir bieten könne was ich suchte, weil ich im Bewerbungsgespräch sehr ausführlich darauf eingegangen war, dass ich gerne Dinge „erschaffen“ und entwickeln würde, was die DFS mir nicht wirklich oder nur stark begrenzt bieten könne.

Trotz dieser „Einschränkung“ habe ich mich für die DFS entschieden, vor allem wegen eben jener besonderen, wertschätzenden und angenehmen Atmosphäre, die ich seitdem noch vielfach erleben durfte. Der Vertrag lag dann Ende des Jahres bei mir im Briefkasten, und Anfang 2015 hatte ich ein vertraglich geregeltes Ausbildungsverhältnis ab Oktober 2015 in der Tasche.

In den nächsten Monaten hatte ich recht wenig Kontakt mit Thomas und seinen Mitarbeitern. Er hatte zwar angeboten, dass wir uns bei Fragen immer an ihn wenden könnten, aber ich hatte schlichtweg keine, bzw. sehr wenige Fragen (andere haben dieses Angebot sehr aktiv genutzt, wie ich von ihnen erfahren habe).

Während der gelegentlichen E-Mails mit der DFS boten mir nacheinander einer von Thomas Kollegen und der gegenwärtige Jahrespraktikant das Du an. Das hat mich erst einmal etwas überfordert, da ich zu den Namen keine Gesichter hatte und deshalb ein Du im „leeren“ Zusammenhang mit der DFS stand, aber natürlich kein allgemeines. Ich habe, glaube ich, um nicht versehentlich die falsche Person zu duzen, sie weiter mit Sie angeredet.

Lange im Gedächtnis wird mir auch das offizielle Willkommen in der DFS bleiben.

Tag der akademischen Feier

Auf dieser Veranstaltung wurden die damaligen Absolventen verabschiedet, geehrt und bekamen ihr Bachelor-Zeugnis überreicht und der neue Ausbildungsjahrgang wurde begrüßt. Einige der damaligen 6.-Semester-Studenten haben sich ums Catering und die Bedienung gekümmert und boten sich für Gespräche an, und so hatte ich u.a. die Gelegenheit, mich ausführlicher mit zwei der Elektrotechnik-Studenten zu unterhalten (die inzwischen eine Festanstellung haben). So bekam ich einen ersten Eindruck vom Studentenleben als dualer Student und sie boten mir auch ihre Unterstützung bei Fragen aller (studienbezogenen) Art an. Dazu später mehr.

An diesem Tag habe ich auch meinen Ausbildungsjahrgang zum ersten Mal vollständig getroffen. Zwei meiner Mitbewerber aus dem Assessment Center wiederzutreffen war natürlich überraschend, einer von ihnen ist zu meinem täglichen Mitstreiter und guten Freund geworden. Natürlich waren wir (fast) alle noch etwas vorsichtig, wir kannten einander ja kaum. Ich zumindest bewegte mich emotional noch als Gast in der DFS, das tat dem, für mich neuen und noch zarten, Zugehörigkeitsgefühl zu einem größeren Unternehmen aber nichts ab.

Einige Wochen später nahm ich das Hilfsangebot eines der höheren Studenten bei der Wahl des Zuges (sprich der Konstellation aus Stundenplan und Professoren, für die bei uns 3 zur Auswahl standen) in Anspruch. Seine Beratung war wirklich sehr gut und wir haben in etwa die besten Professoren und einen sehr ausgeglichenen Stundenplan gehabt, bzw. profitieren immer noch von einigen der Professoren.

Die mit bedeutendsten Tage für das Wir-Gefühl, das mich u.a. zum Titel meines Beitrags inspiriert hat, waren die Einführungstage in der DFS. An zwei Tagen in Folge waren wir als Jahrgang gemeinsam in der DFS und haben Team-bildende Spiele gespielt, gemeinsam gepicknickt, einige Unterrichtungen, bspw. bezüglich „Dresscode“ und Sicherheit, erhalten und uns dabei kennen gelernt. An dieser Stelle möchte ich noch einmal ein großes Lob an die Personalabteilung und speziell jene aussprechen, die maßgeblich an der Organisation und Durchführung dieser Tage beteiligt waren. Ich bin als einer von mehreren gekommen und als Teil einer Gruppe gegangen.

Gruppenbild der Weihnachtsfeier

Das Du mit Thomas kam dann schließlich auf der Weihnachtsfeier auf mich zu: Wir saßen an einem Tisch in einem der Veranstaltungsräume der DFS, in dem an diesem Abend die Weihnachtsfeier statt fand und ich wollte Thomas noch etwas bezüglich der vorlesungsfreien Woche  im Januar fragen (für die Zeit vor Neujahr hatten wir anteilig an unserer Beschäftigungszeit in der DFS Urlaub bekommen). Ich sprach ihn also wie bisher mit Sie an, er unterbrach mich und fragte, ob wir noch nicht per Du wären, und ich verneinte. Da reichte er mir die Hand und sprach das offizielle Du aus. Das hat mich so aus dem Konzept gebracht, dass ich meinen Faden verlor, was mit einem scherzhaften Kommentar von Thomas dann für allgemeines Gelächter sorgte.

In jener eben genannten Januarwoche erschien ich also zu meinen ersten richtigen Arbeitstagen in der DFS. Die Woche war wirklich sehr gut und wer meine Mutter fragen würde würde von ihr bestätigt bekommen, dass ich jeden Abend hochmotiviert nach Hause kam. Natürlich habe ich in dieser Zeit noch nicht im elektrotechnischen Bereich gearbeitet, dafür war die Woche viel zu kurz, sondern bei Thomas in der Abteilung und zusammen mit Valentin, meinem Freund und Mitstudenten, eine Einführung in die Administration und die Organisationsstruktur der DFS bekommen und später ein Essay zu einer Studie geschrieben.

In der Praxisphase ab Februar habe ich auch einige der Mitstudenten aus den höheren Semestern und den anderen Studiengängen besser kennen gelernt. Nun teilen wir einige amüsante und interessante Momente im separaten Azubi-Büro, aber gerade die (elektro-)technischen Gespräche und von den Erfahrungen der höheren Studenten zu hören fand ich besonders spannend. Irgendwann in dieser Zeit habe ich auch das „Ehrfurchts-“Gefühl vor dem Campus verloren und fühle mich inzwischen wirklich wie ein Teil der Firma und komme jetzt auch gerne mal während der Theoriephase vorbei, beispielsweise um diesen Artikel ganz ungestört von heimischen Ablenkungen weiter schreiben zu können und trotzdem nicht alleine zu sein.

Abschließend möchte ich noch von einem ganz frischen Highlight dieses Jahr erzählen: Die Studienfahrt mit meinem Ausbildungsjahrgang nach Dresden – meine Kollegin Amelie hat der Studienfahrt übrigens gleich einen ganzen Beitrag spendiert.

IMG_6779Über Christi Himmelfahrt sind wir zusammen mit unserem Ausbildungsleiter und einer Kollegin, insgesamt 15 Leute, nach Dresden gefahren. Darauf hatten wir uns bereits während der Einführungstage geeinigt, und der gegenwärtige Jahrespraktikant, der von dort kommt, hat sich der Planung angenommen und ein grandioses Programm für uns auf die Beine gestellt. Zu meinen persönlichen Highlights gehören auf jeden Fall der Besuch des Dresdner Towers und das Segelfliegen. Das muss ich auf alle Fälle noch einmal machen. Darauf hatte ich mich auch im Voraus schon gefreut, und dass ich angesichts des steilen, katapultartigen Starts der Segelflieger trotz meiner Abneigungen gegen Achterbahnen daran festgehalten habe, hat sich hundertfach gelohnt. Kaum auf dem Boden, wäre ich am liebsten ins nächste Flugzeug gestiegen und noch einmal geflogen, aber leider muss das bis zur nächsten Gelegenheit warten, die ich auf alle Fälle wahrnehmen werde.

IMG_6780Dieses lange Wochenende hat uns als Ausbildungsjahrgang noch ein Stück näher zusammen gebracht, und nach einigen gemeinsamen Tagen hab ich wirklich das Gefühl, mehr mit ihnen verbunden zu sein. Auch wenn uns leider keine weitere Studienfahrt erwartet (dafür aber den nächsten Jahrgang), haben wir uns doch vorgenommen, auch in den nächsten Jahren weitere gemeinsame Unternehmungen zu machen. Hoffentlich kriegen wir das zustande, denn ein solches „Wir“ ist unbezahlbar. Ich werde meinen Teil dazu beitragen.