Hallo mein Name ist Laura, ich bin 22 Jahre jung und habe im Oktober 2014 meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement begonnen.

Im Jahr 2013 habe ich mein Abitur absolviert, leider konnte ich mich überhaupt nicht entscheiden in welche Richtung es beruflich gehen sollte. Also habe ich angefangen, Informatik zu studieren. Schnell habe ich gemerkt, dass das Studentenleben nicht das Beste für mich ist und ich habe mein Studium nach dem zweiten Semester abgebrochen. Für mich stand fest, ich will praktisch Arbeiten, am Ende des Tages wissen etwas bewirkt zu haben und was sollte besser sein als eine Ausbildung?! Mit dem zusätzlichen Vorteil, etwas Taschengeld zu verdienen und sich nicht mühsam mit Aushilfsjobs rumzuschlagen. Die DFS hat mich schon als Kind sehr interessiert, da unsere Nachbarin als Fluglotsin gearbeitet hat. Also habe ich mir überlegt „DFS! Da will ich hin!“.

Ich habe mich somit bei der DFS beworben, wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen und am nächsten Tag hatte ich eine Zusage für die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Die Zeit von der Zusage bis zum Ausbildungsbeginn zog sich wie Kaugummi. Endlich im Oktober konnte ich die Ausbildung beginnen. Meine erste Abteilung war im Center, hier arbeiten die Fluglotsen. Natürlich habe ich mich riesig gefreut, dass ich Betrieb im Bereich der Fluglotsen gleich miterleben konnte, schließlich ist das ja das Kerngeschäft. Ich konnte viele Einblicke über die Tätigkeiten der Fluglotsen gewinnen, aber man kann ja nie genug bekommen. Seit Januar 2015 bin ich in einer Abteilung, die ebenfalls dem Bereich Center angehört, aber in unserer Unternehmenszentale sitzt, auch hier bekomme ich sehr viele Informationen – gerade im Bereich der Sicherheit. Ende Januar wurde eine Veranstaltung mit dem Namen „Lotsen zum Anfassen“ angeboten und wie gesagt: man kann nie genug bekommen. Naja, somit habe ich mich zu dieser Veranstaltung angemeldet. Diese Veranstaltung mit dem lustigen Namen ist für Mitarbeiter aus Bereichen, die nicht im Center sitzen und somit wenig Berührungspunkte zu den Fluglotsen und ihrer Tätigkeit an sich haben. Um zu verstehen, wofür man eigentlich arbeitet und was die Arbeit eigentlich für einen Sinn hat, ist es wichtig, dass man den Einblick in andere Abteilungen nicht scheut und sie als Chance nimmt, seinen Horizont zu erweitern.

Für mich hat der Tag also mit der Berufsschule begonnen. Nach der zweiten Stunde bin ich also in den Betrieb gefahren, natürlich konnte ich mich aus betrieblichen Gründen entschuldigen lassen und habe im Center Foyer noch mit anderen Teilnehmern gewartet. Ich war eine der wenigen, die schon mehrfach im Center war. Schließlich wurden wir abgeholt und in einen der Konferenzräume geführt. Dort wurde ein Vortrag gehalten über die Tätigkeiten der Fluglotsen. Hier wurden Statistiken gezeigt, wie sich die Flugbewegungen entwickelt haben, was die Ziele für die nächsten Jahre sind und wie der Stand heute ist. Es ist einfach total interessant, da hier nicht von Tagen und Monaten gesprochen wurde, sondern oft von mehreren Jahren, das sind einfach Dimensionen, die man sich kaum vorstellen kann. Auch zu erfahren, welche Lufträume alleine von Langen kontrolliert werden und wie die Lufträume aufgeteilt sind. Auch der Bezug zum Alltag hat nicht gefehlt, denn auch die Flugzeuge fliegen auf Luftstraßen, hier gibt es auch Rechts vor Links und Einbahnstraßen. Fluglärm und Nachtflugverbot waren natürlich auch ein Thema gerade in Bezug auf den Flughafen Frankfurt. Ich kann nur sagen, es war sehr informativ wir konnten alles fragen, was uns in den Kopf gekommen ist. Anschließend durften wir uns zu den Fluglotsen setzen und ihnen bei ihrer Arbeit zuschauen, da es relativ ruhig im „Himmel“ zugegangen ist konnten die Lotsen sehr viel vor Ort erklären, gerade was die ganzen Bildschirme für eine Bedeutung haben und auch was genau auf dem Radarbildschirm alles zu erkennen ist. Alles in allem war der Tag sehr informativ und hilft mir jetzt auch meine Tätigkeiten besser zu verstehen.