Hallo nochmal alle zusammen!

Ich hoffe ich bin nicht ganz in Vergessenheit geraten 😀 Für alle die noch nicht oder nichtmehr wissen wer ich bin: hier findet ihr meinen ersten Blogeintrag 🙂 Wie es bei mir im letzten Viertel Jahr weiter gegangen ist? Ich habe meine Bewerbung für die DFS zur Flugsicherungsingenieurin verfasst und wurde zum Online-Test eingeladen, welchen ich dann erfolgreich absolviert habe. Nach ein paar Wochen Wartezeit landete dann eine E-Mail mit der Einladung zum Auswahlverfahren in Langen in meinem Postfach. In dieser stand dann, wie es weiter geht. Alle eingeladenen Bewerber sollten sich am Donnerstagmorgen am Empfang der Akademie treffen, da wir dort gemeinsam abgeholt werden sollten. Nachdem ich dann das komplizierte Beurlaubungsverfahren in meiner Schule durchlaufen hatte, konnte es los gehen. Naja.. erstmal stand ich vor dem Problem was ich einpacken sollte. Mit der Bahn bin ich dann ein Tag vor Beginn angereist und hatte noch etwas Zeit im Hotel mich auf den morgigen Tag einzustellen.

Am Donnerstag erwartete mich dann leider tristes Wetter… es hat geregnet und war kalt. Zwar sollte das Auswahlverfahren erst um 10:00 Uhr beginnen, jedenfalls war ich schon eine gute halbe Stunde früher auf dem Campus. Trotz dem Wetter habe ich mich direkt wieder wohl gefühlt und gehofft, dass es nicht das letzte Mal sein würde, dass ich hier bin. Als erstes habe ich mir einen Besucherausweis erstellen lassen (schön an den Personalausweis denken 😉 ) und dann sind am Empfang der Akademie auch schon  nach und nach die andere Bewerber eingetrudelt.

DFS

Unsere Gruppe bestand aus sechs Leuten. Wir haben uns alle gut verstanden und unterhalten, was mir dann die Aufregung genommen hat. Trotzdem hatte ich Bedenken,  da die Meisten schon zwei, drei oder mehr Assessmentcenter in anderen Unternehmen hinter sich hatten und dieses mein erstes werden sollte. Um Punkt (naja fast Punkt :P) zehn Uhr wurden wir von einem Student (Maik) abgeholt. Im Raum angekommen haben sich zuerst die vier Ausbilder der DFS vorgestellt und uns erklärt wie der Tag abläuft. Wir hatten also verschiedene Tests vor uns und jeder ein persönliches Gespräch mit je zwei der Ausbildungsbetreuung. Ich hatte alles ziemlich früh hinter mir, da ich als erste drangekommen bin. Es war ganz gut gelaufen, was mich etwas beruhigte, jedoch wusste ich auch, dass die anderen Bewerber mindestens genauso gut sind. In der Zwischenzeit konnten die Bewerber, welche noch gewartet haben, sich mit Maik unterhalten und ihn über die DFS und das Leben eines Studenten bei der DFS ausquetschen. Mittags hatten wir alle Pause und danach hat sich das Ausbildungsteam von uns verabschiedet, denn den letzten drei stündigen Test mussten wir ganz alleine absolvieren 😉 Um 15:30 hat Maik uns zum Eingangshäuschen gebracht, wir haben unsere Ausweise abgegeben und waren dann durch mit dem Auswahlverfahren der DFS. Abends bin ich aus Langen nach Aachen zurück gereist. Jetzt hieß es für mich abwarten. Die Ungewissheit hat mich sehr nervös gemacht. Wie reagiere ich auf eine Absage? Was bedeutet das für meinen weiteren Werdegang? Wo soll es in Zukunft hingehen bzw. wo will ich in Zukunft stehen? Ich bin dann zu dem Schluss gekommen, dass es immer öfter im Leben die unangenehme Situation geben wird, aber man bloß nicht den Kopf in den Sand stecken sollte. Ein Absage würde zudem nicht die eigenen Kompetenzen in Frage stellen, vielmehr besagen, dass das Studium einfach nicht zu einem als Person passt und es irgendetwas anderes gibt, womit man glücklicher werden wird. Natürlich hatte ich auch irgendwo eine ziemliche Last auf mir, aufgrund von Erwartungen von Freunden und Familie und wollte auch unter Beweis stellen das ich es schaffen kann.

Heute (Montag) habe ich dann eine E-Mail mit der Absage bekommen. Ein komisches Gefühl ist es schon, da ich mich so lange mit der DFS auseinander gesetzt habe, aber wirklich getroffen hat es mich letztendlich doch nicht. Ich denke das ist auch ein Zeichen meinerseits, dass es nicht der Richtige Weg für mich gewesen wäre. Ich denke nicht, dass es das letzte Mal gewesen sein wird, das ich bei der DFS bin. Vielleicht bewerbe ich mich im nächsten Jahr für einen anderen Studiengang oder bin als Besucherin auf einem Recruiting-Day. Ich nehme das Auswahlverfahren als sehr positive Erfahrung generell und werde in Zukunft noch entspannter an Sachen rangehen können. Schwierig an der Situation ist für mich, dass ich mich seit mehr als vier Jahren ausschließlich mit der DFS befasst habe und jetzt komplett umdenken muss und auch erstmal Abstand nehmen werde. Ich bin froh, die Entscheidung, wer zu einem Studiengang passt oder eben nicht, nicht selber treffen zu müssen, aber dankbar, dass man mich nicht in die falsche Richtung schickt! Ich werde mich jetzt mit neuen Ideen im Kopf weiter auf die Suche nach meinem Weg begeben und wünsche allen weiteren Bewerbern viel Glück 😛 !

 

Liebe Grüße und bis bald

Jessica