Hallo zusammen,

lang ist es her, dass ich den letzten Eintrag verfasst habe. Aber ich war in der Prüfungsphase und hatte alle Hände voll zu tun, mich auf die Klausuren vorzubereiten.

Aber jetzt sind die ersten zwei Wochen der insgesamt dreiwöchigen Prüfungsphase rum- wobei eine Woche noch nach den Semesterferien für Prüfungen verplant ist.

Ich befinde mich derzeit in meiner Abteilung für den Sommereinsatz 2013 und ich wollte die Chance ergreifen, meine ersten Eindrücke des neuen Bereiches mal für euch festzuhalten.

Natürlich bin ich wieder in einem operativen Bereich, der sich im Allgemeinen mit der Gebäudetechnik beschäftigt. Meine Aufgabe für die sechs Wochen, die ich nun hier bin, ist es in einem Gestellraum fünf Serverschränke umzubauen. Für jeden, der nicht sofort weiß, was man in einem Gestellraum vorfindet: Hier sind einige der vielen Serverschränke der DFS untergebracht. In meinem Projekt geht es „nur“ um fünf dieser Serverschränke. Diese sollen nun auf vier Größere verringert werden. Dazu muss natürlich erst mal eine komplette Bestandsaufnahme der Server und Rechner gemacht werden. Dazu kommt noch die Dokumentation der kompletten Vernetzung der Geräte untereinander, das heißt: Server A wird von Port A an Rechner B an Port B über den Switch C verbunden. Das klingt zum Anfang vielleicht ganz schön chaotisch und für Laien wie mich, ist es das auch zu Beginn. Aber mit der Zeit findet man sich durch die ganzen Patchkabel an der Rückseite eines Schrankes zurecht und entwickelt nach und nach ein gewisses Verständnis für die verschiedenen Verkabelungsnetze. Und genau das macht für mich den Charme meiner neuen Abteilung aus. Zu Beginn habe ich mich irgendwie ins kalte Wasser geworfen gefühlt. Aber durch die Tatsache, dass meine Kollegen alle sehr freundlich und hilfsbereit sind, erleichtert man mir den Einstieg in das Thema sehr. Größtenteils möchte ich das Projekt natürlich so gut es geht alleine bewältigen, aber im Ernstfall weiß ein Kollege immer einen guten Rat.

Mein aktueller Stand ist genau der, dass ich nun mit der Dokumentation der Vernetzung fertig bin.

In den nächsten Wochen kommt dann auch noch die Planung des Umbaus auf mich zu, was für mich auch wieder Neuland ist. Denn mit so einer Planung, wo es um Zeitfenster geht, die eingehalten werden müssen, hatte ich bisher nicht viel zu tun. Aber genau das wird mir hier beigebracht und genau das werde ich auch in meinem weiteren Werdegang benötigen.

Der letzte Teil des Projekts ist der, auf den ich mich schon am meisten freue: der Neuaufbau! Hier zeigt sich dann, ob meine Dokumentation Früchte getragen hat. Denn wenn ich mir alles richtig notiert habe, sollte alles wie am Anfang -nur mit vier Schränken- laufen.

Was ich an diesem Projekt so sehr schätze, ist die Tatsache, dass ich einen Teil der Verantwortung mit trage und zum selbstständigen Arbeiten gebracht werde. Denn so etwas wird in Zukunft öfter auf mich zukommen. Und besser ich lerne es jetzt in meiner Ausbildung, wo ich noch „dumme“ Fragen stellen darf, als später wenn man so viel Verantwortungsbewusstsein von mir erwartet.

Ich denke, ich konnte euch mal einen kleinen Einblick in ein Projekt für einen Elektrotechniker, woran man eventuell erst nicht so denkt, geben.

Ich freue mich auf eure Fragen und Kommentare:

Bis zum nächsten Mal!!!