Es ist wirklich so, die Zeit hier in Langen während der Lotsenausbildung rast einfach wahnsinnig durch die vielen Ereignisse.

Seit 25 Jahren besteht nun die Akademie und dient der Aus- und Weiterbildung von Fluglotsen sowie der Ausbildung von Personal des DWD und auch Fortbildungen von Lotsen aus andern Ländern. Wenn man hier ankommt, fällt einem auch direkt der internationale Charakter auf. Es wird viel Englisch gesprochen und in letzter Zeit ist man immer mal kroatischen Lotsen über den Weg gelaufen, die hier eine Weiterbildung machen.

Ich gehöre also zum Kurs FVK 231.

Angefangen haben wir mit dem BASIC- Course am 25.02.13, was so viel wie ein Grundkurs im Flugsicherungsgeschäft ist. In ca. 5 Monaten lernt man in Fächern wie Equipment, Aircraft, Navigation und dem Kernfach Air Traffic Managment ( ATM) die Bausteine, die für die Ausbildung wichtig sind. Denn an sich kommt man mit dem Wissen an die Akademie, dass es ganz sicher Hexerei ist, die einen Airbus A380 in der Luft hält. Sogar das Alphabet besteht hier nicht mehr aus A, B und C sondern aus kuriosen Worten wie Alpha, Bravo, Charlie etc. Dafür haben wir ja die intensive Theorie, die dann auch nach ca. 2 Monaten schon mit der ersehnten Simulation belohnt wird, die daraufhin parallel dazu läuft. Hier werden am Simulator Problemsituationen durchgespielt, bei denen wir jeweils im Einzelunterricht mit Coach die diversen Lösungsvarianten durchgehen und ausprobieren. Also 2 Augen die nur darauf achten, wann man den ersten Fehler macht, was aber gar kein Problem ist, denn man lernt ja daraus. Hoffentlich. 😉

Ich gehöre auch zu einem der glücklichen Kurse, die im Laufe einer Studie Ipads bekommen haben, auf denen die Lernmaterialien draufgespielt sind. Und ich muss sagen, dass es wirklich hilfreich ist, alle Unterlagen immer mitnehmen zu können. Und es spornt einen selbst auch an, zu lernen, wenn man von der Firma schon so etwas Tolles gestellt bekommt!

Prüfung im Basic

Aber zurück zu den Inhalten: Wir haben 3 verschiedene Theorietests im BASIC geschrieben, die den jeweiligen neu gelernten und schon vorhandenen Stoff abgedeckt haben.  Der letzte Test BASIC3 hat dann den Weg zur praktischen Prüfung am Simulator geebnet. Es war schon ein komisches Gefühl, als man vorm Raum stand und gemerkt hat, dass es jetzt ernst wird.

Hier tauchen einfach alle Verfahren auf, die wir vorher gelernt haben und wollen gelöst werden. Das hat auch mein ganzer Kurs hinbekommen, sodass wir im Anschluss 2 Wochen Urlaub genießen durften! Außerdem können wir auf eine super Zeit mit unserem Kursleiter Dietmar zurückschauen. Natürlich mit Vorfreude auf das Rating A, der 2. Teilabschnitt der Ausbildung hier in Langen, bei dem noch spezifischer auf Planung und das  „Was mache ich jetzt mit dem Flieger“ eingegangen wird. Aber dazu in ein paar Wochen mehr!