Drei achtsitzige Busse stehen mit kerniAzubifahrtg blickenden Scheinwerfern auf dem Firmengelände in Langen. Es ist früh, die Sonne aber schon gleißend und Kollegen mit dunklem Glas vor den Augen, den ausziehbaren Griff ihrer rollbaren Koffer in der Hand, stehen abfahrbereit. Unser Ausbildungsleiter verteilt an die noch Hungrigen Kirschmuffins. Unsere liebe Kollegin aus der Verwaltung gibt denen Autoschlüssel, die lenken möchten.

Das Gepäck wird logistisch verstaut, die Autos besetzt. Rückspiegel und Navigation sind für die Reise eingestellt, es geht südlich, nach Bayern, Landeshauptstadt München.

Die Betten im Hostel sind viele im großen Raum und noch unbezogen. An den Fenstern Hinweise, man solle nichts hinauswerfen, andernfalls werde eine Strafe fällig. Die Koffer gehen auf, jeder richtet sich ein, benutzt das Bad, legt ab und wechselt Kleidung, in Vorbereitung auf den Englischen Garten, in dessen riesigem Park unzählige Holztische in der Sonne stehen. Alle schlemmen, man isst Haxen mit Knödeln, trinkt Bier aus den Humpen und spürt die warme Luft und den Stimmklang um sich, in dem ausgeschenkt und serviert wird. Eine Frau spricht uns an, erkennt unsere Fremdheit und bewundert unser Team. Wir brechen auf, sehen Liegende, die sich im Gras sonnen und Surfer im Fluss. München nimmt uns auf mit seinem Wetter und heißt uns Willkommen mit seinen Bewohnern.

 

Unterkunft München

Biergarten München

Der Himmel erblasst allmählich von innen, das Schlafbedürfnis weicht der Geselligkeit und dem Kollegialen so lange, bis der nächste Termin am Morgen im Deutschen Museum zu nah rückt. Bruno führt uns durch die Geschichte der Luft- und Raumfahrt. Er ist jahrelang als Kapitän eines Airliners geflogen und kann jede Frage im Detail beantworten und erzählt Dinge aus seinem Berufsleben, die von absoluter Sattelfestigkeit zeugen.

Gruppenfoto Azubis

Goldbair

Wir steigen inspiriert in unsere FirAirport MUCmenwagen und besuchen die Kollegen vom Deutschen Wetterdienst am Münchener Flughafen, die mit der Beobachtung und Prognose des Wetters den Piloten und unseren Fluglotsen alle relevanten Wetterdaten übermitteln, denn Luftfahrt kann ohne die Kenntnis des Wetters nicht betrieben werden. Jeder staunt über den immerschönen Blick aus dem Kontrollturm, in dem auch unsere Towerlotsen sitzen.

Den geräuschlos fallenden Regen am Abend lassen wir unbeachtet und strömen mit der halbwarmen Luft in die Nacht. Den nächsten Morgen setzen wir thematisch fort und besichtigen die Paulaner Brauerei. Nils ist studierter Brauer und Mälzer und kann nicht nur vom Brauprozess schwärmen, sondern zeigt uns auch die logistischen Herausforderung, um bei 1 Million gebrauten Litern Bier am Tag das Qualitätsmanagement und automatisierte Prozesse sicherzustellen. Das konzentrierte Testen der Produktwelt bleibt uns an diesem verregneten Samstagnachmittag nicht erspart. Vor der Brauerei fragt eine vorbeigehende Frau, ob sie ein Foto von unserer Gruppe machen soll. Sie will ihre Stadt auf Bildern zeigen lassen und scheint zu Recht stolz. Den einbrechenden Abend beginnen wir im Augustiner-Keller und beenden ihn mit einem doppelten Geburtstagsreinfeiern zweier Kollegen im Hostel. Für jeden wird die Nacht kurz, man will diese Reise auskosten, solange die Augen von selbst offen bleiben und erst am Sonntagmittag brummen die Busse stoisch nach Langen zurück, besetzt mit allen Kollegen, die im September 2012 entweder ihre kaufmännische Ausbildung oder ihr duales Studium bei der DFS begonnen haben.

 

 

Mein Name ist Raphael, ich bin 21 Jahre alt, seit 2012 studiere ich Infotechnik bei der DFS. Wenn ich nicht gerade Beiträge für den Azubiblog schreibe, dann schreibe ich an Software. Oder in meinem eigenen Blog raphaelsprenger.de (man sieht dort an der Quantität, die Zeit ist etwas begrenzt). Oder ich spiele Klavier. Ich hoffe, meinem Beitrag konntet ihr entnehmen, wie viel Spaß mir es hier macht.