Heute möchte ich von unseren ersten Erfahrungen im Simulator berichten. Obwohl wir inzwischen die zweite theoretische Zwischenprüfung gemeistert haben, befinde ich mich mit meinem Kurs immer noch mitten im ersten Ausbildungsmodul, dem Basic Course. Bereits ab der 8. Ausbildungswoche wird bei der DFS die Theorie aus dem Klassenraum mit praktischen Übungen im Simulator kombiniert, um die Inhalte besser verständlich zu machen und um in verschiedensten Bereichen der Flugsicherung einen ersten Einblick in die Materie zu bekommen. Abgeschlossen wird übrigens auch schon der ca. ein halbes Jahr dauernde Basic Course neben einer theoretischen auch mit einer praktischen Prüfung, in der das Können des im Simulator Gelernten nachgewiesen werden muss.

Auch in dieser noch sehr einfachen Phase ist die Arbeit im Simulator somit schon weit mehr als rumprobieren. Grundsätzlich werden die Inhalte im Unterricht vorab soweit aufbereitet, dass im Simulator nur noch das Handwerk erlernt  werden muss. Somit ging es für uns am 23.10. das erste Mal in den Simulator – ein Moment, dem man verständlicherweise ab der ersten Besichtigung dieser Räume entgegenfiebert. Hier hat jeder Trainee einen Coach „für sich“, d.h. man kann sich das als sehr effektiven Einzelunterricht vorstellen. In der halbstündigen Übung ging es um die Identifizierung von Luftfahrzeugen und um das Verteilen von Steigflugfreigaben bei sehr geringem Verkehr. Ich war zu meiner eigenen Überraschung genau überhaupt nicht nervös oder aufgeregt, schon gar nicht während dem Run. Schlussendlich gab es dann auch ein „Good start“ in die Mindmap, was ich nur bestätigen kann: Es hat Spaß gemacht.

Seit dem 23.10. sind jetzt 2 Monate und ungefähr 40 weitere Stunden im Simulator ins Land gezogen, in denen wir uns inzwischen auch mit der Planung von Ein- und Ausflughöhen von Luftfahrzeugen, den entsprechenden und weiteren Koordinationsverfahren, grundlegenden vertikalen Bewegungen im Luftraum, dem „vectorn“, also der Richtungssteuerung von Luftfahrzeugen anhand von Steuerkursen und schließlich seit heute mit dem sogenannten FIS beschäftigen. Letzterer wird uns auch die nächsten Stunden noch begleiten, da die Erteilung von Verkehrsinformationen verständlicherweise eine der Grundsäulen der Flugsicherung ist. Bis zum Weihnachtsurlaub ist nun nicht mehr viel Zeit hin und anschließend, Anfang Januar, ist dann auch schon Prüfungstermin; die Zeit rast. Wir machen alle Fortschritte und haben weiterhin viel Spaß, das sind die zwei wohl wichtigsten Dinge.

Wenn ihr mehr über meinen bisherigen Werdegang erfahren wollt, könnt ihr das gern hier nachlesen: www.fluglotse.wordpress.com