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DFS

Lotsenausbildung: die ersten fünf der ersten fünfzehn Monate0

Jetzt sind die Grundlagen meiner Fluglotsenausbildung bereits gelegt.

Nach den zwei Wochen Luftfahrtenglisch gleich zu Beginn der Ausbildung ging es endlich richtig los. Wir erhielten zehn Ordner mit den Manuskripten für Unterrichtsfächer wie Aircraft, Meteorology, Air Navigation, Air Traffic Management usw. Wir dachten erst, dieser Stoff sei in der gesamten Zeit an der Akademie (ca. 15 Monate in meinem Fall) zu lernen. Doch diese zugegebenermaßen etwas leichtsinnige Hoffnung verpuffte direkt im Anschluss wieder. Niemals hätte ich gedacht, dass man diese enorme Menge an Wissen in der Kürze der Zeit von fast fünf Monaten aufnehmen kann. Doch dass es möglich ist, beweisen sich die Azubis hier mit jedem Kurs aufs Neue.

Aber Stück für Stück: Der Abschnitt “Basic” (die ersten fünf der fünfzehn Monate) teilt sich in drei Teile, welche jeweils anhand einer schriftlichen Prüfung bestanden werden müssen. Dabei summiert sich das vermittelte Wissen im Laufe der Zeit auf, sodass leider auch mal die ein oder andere bereits beherrschte Information wieder ins Hintertreffen gerät. Zum Bestehen der einzelnen Prüfungen reichen der Akademie theoretisch jeweils siebzig Prozent aus. Das ist aber natürlich nicht genug, um am Ende als guter Lotse eigenverantwortlich Hunderte Menschenleben sicher durch Deutschlands Luftraum leiten zu können. Daher verbringen wir relativ viel Zeit damit, uns über unkare Sachverhalte gemeinsam auszutauschen und Unklarheiten im Kurs oder mit älteren Kursen zu beseitigen. »Weiterlesen

Kollegen “zum Anfassen”0

Hallo mein Name ist Laura, ich bin 22 Jahre jung und habe im Oktober 2014 meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement begonnen.

Im Jahr 2013 habe ich mein Abitur absolviert, leider konnte ich mich überhaupt nicht entscheiden in welche Richtung es beruflich gehen sollte. Also habe ich angefangen, Informatik zu studieren. Schnell habe ich gemerkt, dass das Studentenleben nicht das Beste für mich ist und ich habe mein Studium nach dem zweiten Semester abgebrochen. Für mich stand fest, ich will praktisch Arbeiten, am Ende des Tages wissen etwas bewirkt zu haben und was sollte besser sein als eine Ausbildung?! Mit dem zusätzlichen Vorteil, etwas Taschengeld zu verdienen und sich nicht mühsam mit Aushilfsjobs rumzuschlagen. Die DFS hat mich schon als Kind sehr interessiert, da unsere Nachbarin als Fluglotsin gearbeitet hat. Also habe ich mir überlegt „DFS! Da will ich hin!“. »Weiterlesen

Zwischen Himmel und Erde ist Platz für viele Träume4

Hallo nochmal alle zusammen!

Ich hoffe ich bin nicht ganz in Vergessenheit geraten :D Für alle die noch nicht oder nichtmehr wissen wer ich bin: hier findet ihr meinen ersten Blogeintrag :) Wie es bei mir im letzten Viertel Jahr weiter gegangen ist? Ich habe meine Bewerbung für die DFS zur Flugsicherungsingenieurin verfasst und wurde zum Online-Test eingeladen, welchen ich dann erfolgreich absolviert habe. Nach ein paar Wochen Wartezeit landete dann eine E-Mail mit der Einladung zum Auswahlverfahren in Langen in meinem Postfach. »Weiterlesen

Der Informationstag für den neuen Ausbildungskurses FVK 257 an der Flugsicherungsakademie0

Vor einigen Wochen wurde der FVK 257 zum Infotag in die Flugsicherungsakademie nach Langen eingeladen. Wir  Der Infotag ist der Ausbildung 6-8 Wochen vorgelagert ist und ermöglicht den künftigen Trainees das Unternehmen, seine Mitarbeiter und seine Auszubildenden kennen zu lernen.  Aus diesem Grund empfingen die Organisatoren des Infotages – auch Kombitag genannt -  (Anne Baar und Oliver Marx vom Bereich Azubibetreuung) acht zukünftige Towertrainees. »Weiterlesen

Große Hürden auf dem Weg zur Ausbildung zum Fluglotsen1

Vom Eisschnellauf zur FlugsicherungAls ehemaliger Leistungssportler und damit eher auf Muskelarbeit als auf die des Kopfes trainiert, und damals inzwischen schon 24 Jahren alt bewarb ich mich im Oktober 2012 bei der DFS für die Ausbildung zum Traumberuf. Als frühestmöglichen Ausbildungsbeginn gab ich den September 2014 an.

Mit dem Zugang zum Online-Fragebogen erhielt ich meine erste positive Einschätzung: die DFS hat grundsätzliches Interesse an mir. Der ca. 100 Fragen umfassende Fragebogen blieb für zehn Tage zugänglich. Ich füllte ihn in zwei Teilen aus, da ich meine Konzentration nach zu vielen Fragen nicht verlieren wollte. Immerhin stellt der umfangreiche Auswahlprozess eine große Hürde im Kampf um die Ausbildungsplätze dar. Der Fragebogen drehte sich hauptsächlich um ganz persönliche Dinge: den Lebenslauf, Schule, evtl. vorhandene, bisherige Berufserfahrungen und meine Motive, Fluglotse werden zu wollen. »Weiterlesen

Wo soll es in der Zukunft hingehen?! –Bewerbungsgepräche völlig neu entdecken2

Duale Studenten bewerben sichHallo zusammen,

mein letzter Blogeintrag liegt nun schon ein Weilchen zurück und ich hoffe, ihr könnt euch immer noch an mich erinnern?!
Ich wollte euch mal einen neuen Einblick in meine jetzige Situation als dualer Student in diesem Blogeintrag geben.
Nun ist schon einige Zeit vergangen und der Alltag der Semesterzeiten hatte mich eingeholt.
So habe ich seit September letzten Jahres weitere zwei Semester erfolgreich beendet und befinde mich nun mitten in meiner Vertiefung Nachrichtentechnik.
Aber ich möchte gar nicht so viel wieder über die Hochschule quatschen, sondern mehr über die kommende Zeit. Die wird nämlich sehr interessant und meine spätere berufliche Laufbahn prägen.
Da ich mit einem Bein schon so gut wie in der Bachelorarbeit stehe (ich kümmere mich gerade mit meinem Ausbildungsteam um eine Arbeit), geht ganz nebenbei auch schon die interessante Suche nach einer Übernahmestelle los. »Weiterlesen

14 Tage Faszination – Flugsicherung hautnah0

Hey, mein Name ist Jessica. Ich bin 17 Jahre alt, komme aus Aachen und mache nächstes Jahr mein Abitur. Was ich so alles bei meinem Praktikum bei der DFS erlebt habe, könnt ihr hier mitlesen. Was den Einstieg trotz intensiver Vorabrecherchen meinerseits nicht gerade erleichterte: Bei der DFS wird grundsätzlich alles abgekürzt. Auch was schon abgekürzt ist, wird nochmal abgekürzt. In der Regel auf drei Buchstaben. Jede Abkürzung hat in jedem Bereich dann nochmal fünf verschiedene Bedeutungen. Also rate ich allen, die nicht so auf Abkürzungen stehen, diesen Blogeintrag nicht zu lesen :D Aber bevor ich hier nur drum herum rede… fang ich lieber mal direkt mitten drin an zu erzählen:

Der Schwerpunkt während meiner ersten Praktikumswoche lag in einem Rundumblick der technischen Bereiche. Und Technik gibt es bei der DFS viel. Das Hauptsystem mit dem die DFS momentan arbeitet heißt P1 ATCAS . Dieses ist in verschiedene Teilsysteme gegliedert. Dazu gehört zum Beispiel der Controller Working Place (CWP), die Kopplung von Radar- und Flugplandaten und Flugplandatenverarbeitung sowie Test- und Entwicklungsumgebungen. Grob gesagt funktioniert dieses so, dass Radardaten und Flugplandaten zusammen gepackt und anschließend dargestellt werden. Im Betrieb gibt es nichts, was nicht vorher mehrere male getestet wurde. Systeme für die Sicherheit in den Lufträumen von Deutschland werden ständig weiter entwickelt und optimiert. Beim Einsatz darf nichts mehr schief laufen und darum werden Softwaretests von Lotsen, ITlern und Technikern durchgeführt. Dafür benötigt man Test- und Referenzsysteme, mit welchen man im Vorfeld arbeit. Damit auch bei einem Ausfall des Systems gearbeitet werden kann, gibt es umfangreiche Fall-Back-Systeme. Für die Fluglagedarstellung ist das eine DFS-interne Entwicklung, welche den Namen Phoenix trägt. Generell sind alle Komponenten der Systeme und Netzwerke doppelt ausgelegt. Das kann man sich ungefähr so vorstellen, dass es zwei Netzteile, zwei Lüfter, zwei Leitungen, zwei Steckerleisten, … und so weiter gibt. So gibt es auch mehrere Gestellräume, die sich im Technikzentrum der Kontrollzentrale in Langen befinden. Es wird zwischen Betrieb (Lotsen im Center) und Technik für die Niederlassung in Langen unterschieden. Und genau in diesem technischen Bereich findet man sich im Technikzentrum wieder. Im Service Level 1 befinden sich die bereits angesprochenen Gestellräume der DFS. Dort stehen sozusagen große Computer, auf welche das System aufgespielt ist. Alles redundant, damit eine Ausfallsicherheit gewährleistet werden kann. Des Weiteren gibt es ein Testraum. Dieser sieht grundlegend aus wie Lotsenarbeitsplätze, um neue Systeme oder Softwareänderungen ausgiebig zu testen.

Technik bei der Flugsicherung  Technik bei der Flugsicherung »Weiterlesen

Weltmeisterliche Atmosphäre bei der Absolventenfeier der Studenten und Azubis1

Absolventenfeier Studenten So kurz nach der WM kam auch bei unserer diesjährigen Absolventenfeier der Studenten und Azubis eine Art weltmeisterliche Stimmung auf. Grund zum Jubeln gab es ohnehin, im feierlichen Rahmen wurden Zeugnisse für die Absolventen und begrüßende Worte für den neuen Jahrgang verteilt. Eine starke Teamleistung! Und für mich eine ganz ungewohnte, aber besondere Veranstaltung. Aber lest selbst. »Weiterlesen

Teambildender Azubi-Ausflug0

Damit sich die Azubis in einWandertag Azubisem Jahrgang besser kennen lernen, findet ein Mal im Jahr ein Teamausflug in Form einer Fahrt oder eines Wandertages statt. Wir machten uns also am 30.05.2014 auf den Weg nach Michelstadt, wo uns eine 12 km lange Wandertour erwartete. Am Anfang waren nicht alle von dieser Idee begeistert, doch es stellte sich schnell heraus, dass in einer großen Gruppe so gut wie alles Spaß macht.

Bevor wir starteten, vereinbarten wir einen Treffpunkt, denn für die ersten fünf Kilometer bekamen wir eine Aufgabe von Frau Zorbach, der Leiterin des Young Talent Managements. Wir wurden in drei Gruppen eingeteilt und sollten ca. fünf Minuten über uns und unseren Ausbildungs- oder Studiengang sprechen. Durch diese Übung lernten wir nicht nur persönliche Dinge über unsere Mitazubis kennen, sondern auch Details über den jeweiligen Studiengang. Ich konnte mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich vorstellen, wo der Unterschied zwischen Informatik und Informationssystemtechnik liegt, aber durch diese Übung bekam man einen kleinen Einblick in die verschiedenen Berufsgruppen. »Weiterlesen

Lotsenausbildung: Prüfungswoche – Eine emotionale Rückschau1

Ausbildung Akademie

Sonntag, 15. Dezember 2013

 

Das Ende naht. Anderthalb Jahre – schon vorbei. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Aber nur, wenn diese Prüfungswoche gut verläuft. Wird schon schief gehen, ich habe ja den perfekten Ablaufplan: Montag gleich als erstes Donau Low Planner, Dienstag Approach, Mittwoch Würzburg Executive. Donnerstag frei. Teampartner bekommen, mit denen ich immer super arbeiten konnte. Kann doch eigentlich nichts schief gehen. Schlafen will mein Körper mich aber nicht lassen. Die Gedanken kreisen um Flugsicherung, Umzug, Leben in München.

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